Die Stadt Bad Vöslau

Die Erhebung zur Stadt

Am 3. Februar 1954 wurde Bad Vöslau zur Stadt erhoben.

Nicht nur Bürgermeister Rudolf Frimmel, sondern auch Bundespräsident Dr. h.c. Theodor Körner nahm an den Feierlichkeiten zur Stadterhebung teil.


Urkunde zur Erhebung zur Stadt

Der Text der Urkunde lautet wie folgt:

Der Landtag von Niederösterreich hat über einstimmigen Beschluss des Gemeinderates vom
12. Juni 1953 und Ansuchen des Bürgermeisters der Ortsgemeinde Bad Vöslau mit Beschluss vom
3. Februar 1954 die Dorfgemeinde Bad Vöslau zum Range einer Stadt erhoben.

Diese Auszeichnung erfolgte in Würdigung der Bedeutung des weit über die Grenzen Österreichs bekannten Kur- und Badeortes für den Österreichischen Fremdenverkehr sowie in Anerkennung des vorbildlich verwalteten Gemeindewesens und des damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwunges.


Urkunde zur Erhebung zur Stadt

Und weiter heißt es :

Gleichzeitig wird der neuen Stadt hiermit das Recht erteilt, das hergebrachte und am 29. August 1905 vom k.k. Ministerium des Innern verliehene Gemeindewappen als Stadtwappen zu führen.

Es lautet also: "In einem blauen Schilde wächst aus einem, aus dem Fußrande emporsteigenden natürlichen Rasenboden ein Eichenbaum mit goldenem Stamme und natürlichem Laube empor. An dem Stamm, welcher rechts unterhalb der Krone den Stumpf eines abgebrochenen Astes zeigt, ist zur Linken ein goldfarbenes Fass, gebunden mit sechs schwarzen Reifen, schräg angelehnt."

Als Stadtfarben werden die Farben Blau-Gelb-Grün verliehen.

Zum immerwährenden Gedächtnis wurde diese Urkunde ausgefertigt und mit dem Siegel des Landes Niederösterreich bekräftigt.

Gegeben im Landhause zu Wien am 16. Mai 1954.

Niederösterreichische Landesregierung


Die Regierungsdelegation

Zehn Jahre lang hielten amerikanische, englische, französische und russische Soldaten Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg besetzt.

Am 11. April 1955 flog eine österreichische Regierungsdelegation vom sowjetischen Militär-Flughafen Bad Vöslau nach Moskau. Ihr gehörten Bundeskanzler Ing. Julius Raab, Vizekanzler Dr. Adolf Schärf, Außenminister Ing. Leopold Figl und Staatssekretär Dr. Bruno Kreisky an.

Am 15. April 1955 kehrten sie zurück. 


Österreich wird frei

Nach der Ankunft verkündete Bundeskanzler Ing. Julius Raab am  Badplatz  vor einer großen Menschenmenge:

“Bad Vöslau, die jüngste Stadt Österreichs, kann stolz darauf sein, dass ich von hier aus verkünde: Österreich wird frei”.

Am 25. Oktober 1955 verließ der letzte fremde Soldat Österreich, der 26. Oktober wurde zum Nationalfeiertag erklärt.


Der Freiheitsbrunnen

Am 25. April 1965 erfolgte die Grundsteinlegung für den Freiheitsbrunnen mit Figl und Kreisky.

Der Vöslauer Bildhauer Mathias Hietz schuf in Erinnerung an diesen Tag den Freiheitsbrunnen auf dem Badplatz.

Am 22. Oktober 1967 wurde der Freiheitsbrunnen von Bundespräsident Franz Jonas feierlich eingeweiht.

Am 15. April 1980 gab es eine Festveranstaltung anlässlich 25 Jahre Staatsvertrag in Bad Vöslau mit Dr. Bruno Kreisky.


Wie ging es weiter?

Am 1. Jänner 1972 wurden die Gemeinden Vöslau, Gainfarn und Großau zur Großgemeinde Bad Vöslau zusammengeschlossen.

Zahlreiche Straßen wurden erneuert, ein neues Kurmittelhaus errichtet.

Leider musste die Kammgarn AG ihre Pforten schließen. Viele Menschen verloren ihren Arbeitsplatz.

Auch das seit über 80 Jahren bestehende Dolomitwerk stellte seinen Betrieb ein.

Die Industrie verschwand großteils aus Bad Vöslau.


In Bad Vöslau lohnt es sich zu wohnen!

Es blieben die wunderbare Umgebung für Wanderungen, die günstige Lage zu Wien und die vielen Buschenschanken.

Zahlreiche kulturelle und sportliche Einrichtungen wurden geschaffen.

In allen drei Ortsteilen gibt es eine Freiwillige Feuerwehr, in Vöslau eine Rettungsgesellschaft, eine Volkshochschule und eine Stadtbücherei.