Das Badenium
Vor vielen Millionen Jahren waren große Teile Ostösterreichs von einem tropischen Meer - dem Badener Meer - überflutet. Dieses Meer ähnelte dem heutigen Roten Meer, einer Meerenge zwischen Nordost-Afrika und der Arabischen Halbinsel.
Wo heute unsere Weingärten, Wiesen und Äcker sind, war einst der Meeresgrund.
Woher wir dies wissen?
Nun, zahlreiche Funde von versteinerten Muscheln und Schneckenhäusern (Fossilien) sind der Beweis!
Damals lagerte sich am Boden dieses Meeres viel Sand und Schlamm ab. Diese Ablagerungen nennt man Badener Tegel, weil man ihn hauptsächlich in der Badener Umgebung findet. Diese längst vergangene Zeit trägt deshalb auch den Namen "Badenien". Sie ist berühmt wegen ihres Reichtums an Fossilien für die Zeit vor 16,5 bis vor 13,3 Millionen Jahren.
Gainfarn - ein besonders bekannter Fundort von Fossilien
In unserem Stadtmuseum und in der Privatsammlung des Hobby-Paläontologen Gerhard Wanzenböck in Gainfarn - er hat auch die Seekuh "Linda" entdeckt - kannst du in verschiedenen Vitrinen versteinerte Muscheln, Schnecken und anderes Meeresgetier aus unserer Gegend betrachten.
Der Geologie-Lehrpfad in Bad Vöslau führt dich durch 250 Millionen Jahre Erdgeschichte.
Entlang des Weges erfährst du,
Der Rundweg ist gut beschildert und leicht begehbar. Er führt über die Helenenhöhe, den großen Steinbruch und die Marschgrube bis hinauf zur Jubiläumswarte am Harzberg.
Seine Gesamtlänge beträgt etwa 4,5 km (= 4500m) die Gehzeit ca. 3 Stunden.